Fährmannsfest Spezial mit KETTCAR, ISOLATION BERLIN, THE DISTRICTS und FORTUNA EHRENFELD

Fulminanter Auftakt mit einem Headliner-Konzert der Hamburger Indie-Rock-Band.
Freitag
09.08.
2019

Die Vorfreude auf den Sommer und drei entspannte, musikalisch vielfältige Open-Air-Tage am Zusammenfluss von Leine und Ihme steigt, denn der Vorverkauf für das Fährmannsfest 2019 läuft. Die 36. Auflage des geselligen Fests für Jung und Alt startet mit einem fulminanten Auftakt: Beim Fährmannsfest Spezial am Freitag, 9. August werden Kettcar ein Headliner-Konzert mit eindrucksvollem Bühnenbild geben. Es wird der einzige Auftritt der Hamburger Indie-Rock-Band in Niedersachsen im Sommer sein. Am Samstag, 10. August und am Sonntag, 11. August erwartet die Besucher auf dem Fährmannsfest ein bunter Mix aus Beliebtem, Überraschendem und Entdeckungswürdigem mit fast 20 Bands auf der Musikbühne und der Kulturbühne. Natürlich lädt auch das Kinderfest die ganz jungen Besucher wieder zum Spielen und Spaß haben ein.

Tickets für das Fährmannsfest Spezial mit Kettcar (25,00 Euro zzgl. Gebühren), für den Fährmannsfest Samstag (11,00 Euro zzgl. Gebühren) sowie ein Kombiticket für das Fährmannsfest Spezial und den Samstag (35,00 Euro zzgl. Gebühren) sind an allen Vorverkaufsstellen und unter www.faehrmannsfest.de erhältlich. Am Sonntag sowie für alle Veranstaltungen auf der Kulturbühne und für das Kinderfest ist der Eintritt frei.

Kettcar sind mit Hannover sehr verbunden: Zu ihren ersten Auftritten gehörten Anfang des Jahrtausends Konzerte im Béi Chéz Heinz, die Zahl der Fans wuchs stetig und zuletzt war das Capitol in kurzer Zeit ausverkauft. Kettcar waren schon immer eine politische Band, doch so konkret wie auf ihrem aktuellen Album „Ich vs. Wir“ sind sie noch nie gewesen. Sie beziehen Position in einer Zeit der Konturlosigkeit, gönnen sich Haltung, wo Kuscheln, Kungeln und übertriebenes Verständnis vorherrscht, greifen an, wo die meisten sich doch nur wohlfühlen und arrangieren wollen. Die fünf Hamburger formulieren so treffend, dass man hinter jeden Song einen Haken machen möchte, weil sie so Recht haben. Ihre Lieder sind wie ein Weckruf, nicht zynisch zu werden, nicht klein beizugeben, sich nicht zu vergraben in einer Welt, in der es keine einfachen Lösungen gibt und vor allem sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Doch die Songs von Kettcar sind keine trockenen, soziologisch-politischen Abhandlungen, sondern immer nah am Menschen erzählt und in ihrer mitreißenden Musik mischt sich Melancholie mit Euphorie, die gleichermaßen Kopf und Körper anspricht. Vom hemdsärmeligen Heartland-Punk bis zu schlauen Adult-Pop-Miniaturen und von Wave-Anleihen bis zu Philharmonie-Momenten. Weniger als eineinhalb Jahre nach „Ich vs. Wir“ veröffentlichten Kettcar ihre neue EP „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“. Die fünf Songs sind komplett neu, erst nach dem letzten Album entstanden und funktionieren als Komplementärwerk zu „Ich vs. Wir“. Die erste Single „Palo Alto“ ist ein Song über die Verlierer der Digitalisierung, die sich im Waschsalon treffen um sich gemeinsam auf den Weg ins IT-Mekka Palo Alto zu machen, um den ganzen Scheiß in die Luft zu jagen.

Die Trostlosigkeit hatte sie zusammengeführt, sie versanken in der Isolation Berlin. Während die vier gebrochenen Herzen ihre gequälten Seelen mit dem Dämon Alkohol endgültig zu morden versuchten, flog ihnen so manches düstere Lied zu. Diese Lieder schenken Isolation Berlin der Welt, um durch sie so mancher gepeinigten Seele einen Teil ihres Schmerzes zu nehmen, ihre Wunden zu heilen und die Isolation ein Stück weit erträglicher zu machen. Ihre EP „Berliner Schule/Protopop“ zeigte schon die Richtung an. Über ihr aktuelles zweites Album „Vergifte dich“ schrieb der Musikexpress, dass die Könige der Kneipenlyrik nicht nur Postpunk und No Wave können, sondern auch Kunstlied.

The Districts behaupten von sich selber, im Moment zu existieren und sich spontan immer weiter zu entwickeln. Ihre explosive Musik lässt die gängigen Genre-Grenzen verschwimmen und macht sie dadurch so spannend und aufregend. Geprägt von Arrangements und Dynamik und dem Schwerpunkt auf Texten, lässt sich die 2009 gegründete Band aus Philadelphia von einem breiten Spektrum von Klängen und Orten inspirieren. In der Rock-Tradition von Built To Spill, The Strokes oder Black Keys stehend, kürte BBC Radio sie 2015 zur „new favourite band“.

Fortuna Ehrenfeld werden gefeiert, weil da drei Leute auf der Bühne stehen und eine Nummer hinlegen, wie man sie hierzulande kein zweites Mal geliefert bekommt: Poesie ohne Kitsch. Gefühl ohne Kalkül. Musikalische Präzision ohne Muckerallüren. Und eben auch eine ordentliche Portion Weirdness, Wahnsinn und künstlerisches Risiko. Wenn der Bogen von Tresenballaden bis zu Dancebeats reicht, von Dada bis Weill, vom Stecknadelfall bis zur Blaskapelle, und wenn das alles gesungen wird von einem Typen, der im Pyjama und mit Bärentatzenschuhen auf die Bühne kommt, kann es eine Band ganz schnell vom Drahtseil fegen. Doch Fortuna Ehrenfeld wackeln nicht und zaudern nicht. Sondern liefern ab. Mit gradem Rücken. Mit großem Herz. Und mit einem Extrapack Flausen, der ihnen schön chaotisch durchs Oberstübchen flattert.

Photocredit: Andreas Hornoff (Kettcar), Noel Richter (Isolation Berlin), Pooneh Ghana (The Districts), Philipp Pfeiffer (Fortuna Ehrenfeld)

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich für das Fährmannsfest Spezial am Freitag, für den Fährmannsfest Samstag und als Kombiticket für Freitag und Samstag.

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